Legende verloren – Der Podcast über die vergessenen Geschichten des deutschen und internationalen Fr

Legende verloren

Der Podcast über die vergessenen Geschichten des deutschen und internationalen Frauenfußballs

Produziert von Sascha, Sven, Petra, Freddy, Helga, Sunny, Franzi



Die ersten Schiedsrichterinnen

Stéphanie Frappart, Kateryna Monzul und Bibiana Steinhaus-Webb sind die drei Frauen, die in den letzten Jahren im Männerfußball wiederholt Geschichte schrieben. Dabei sind sie nicht die ersten in der Welt oder in Europa. Dennoch wird seit nunmehr 40 Jahren immer wieder von Schiedsrichterinnen und -Assistentinnen Geschichte geschrieben, weil sie binnen eines halben Jahrhunderts keine Normalität geworden sind – und das weltweit.
In dieser Folge geht es um die allerersten Schiedsrichterinnen der Welt, insbesondere aber um die allererste Schiedsrichterin in der Bundesrepublik Deutschland: Sabine Asgodom, die bereits 1969 ihre Prüfung als Schiedsrichterin ablegte. Franziska Blendin ist im Gespräch mit ihr über ihren Werdegang, ihre Erfahrungen und darüber, wie sie Frauen empowert, Schiedsrichterin zu werden, und was sich im Fußball ändern müsste, damit das Geschichte-Schreiben bald selbst Geschichte ist.
„Legende Verloren“-Mitglied Petra Tabarelli gibt außerdem die nötigen Hintergrundinformationen zu weiteren Schiedsrichterinnen der 1960er bis 1980er Jahre.



Fortsetzung folgt

„Legende Verloren“ macht weiter. Aber nicht irgendwie, sondern mit personellem Zuwachs und damit auch mit Zuwachs an Themen. Also keine Sorge: Es wird weiter um Frauenfußball gehen, aber eben nicht mehr nur um die Geschichten rund um die erste BuLi-Saison.

Bevor es losgeht, wollen wir uns vorstellen: Wer ist in Staffel 2 von „Legende verloren“ dabei und was kommen für Themen?



Schlusskonferenz

Mit einigen Monaten Verspätung möchten wir unsere erste Staffel zum Abschluss bringen, bevor wir uns neuen Themen zuwenden. In einer „Schlusskonferenz“ wollen wir vor allem über das Ende der ersten Bundesliga-Saison 1990/91 sprechen: Wer wurde Meister, was ist eine Bierstaffel und wie blicken die Akteurinnen heute auf die erste Saison zurück? Außerdem wollen wir aber auch schauen, wie sich die Bundesliga seit der Premiere entwickelt hat. Wie wird die Fußballgeschichte heute erinnert und aufbereitet? Schließlich gibt Franzi einen kurzen Ausblick auf das was euch alle in Staffel 2 hoffentlich schon bald erwartet...



Bonus: Anyone's Game

Der schottische Podcast 'Anyone's Game' berichtet seit Februar 2019 über die SWPL und die schottische Nationalmannschaft. Ab diesem Jahr wollen sie aber auch über die Landesgrenzen hinaus schauen und starten ihre neue Serie 'Running the World' mit einer Episode über die Bundesliga. Legende Verloren war hierzu zu Gast beim schottischen Pendant – Ellen, Franzi und Sascha haben mit der Moderatorin Sandrine Wyrich über die Entwicklung der Bundesliga in den letzten 30 Jahren gesprochen.

Da die englische Originalfolge hinter einer Paywall liegt, hat uns 'Anyone's Game' freundlicherweise eine Kopie zur Verfügung gestellt, damit ihr auch ohne Abo an die Folge rankommt. Viel Spaß!



Die Bestenauswahl – Fußball in Ostdeutschland 1990

Es gab 1990/91 nicht nur die Bundesliga Nord und Süd, sondern auch die Liga des Nordostdeutschen Fußballverbandes, in der die Teams aus der ehemaligen DDR spielten. Dort wurde darum gespielt, wer in der darauffolgenden Saison in die Bundesliga darf.
Überraschend wurden es Jena und Aue, die zuvor in zwölf Jahren DDR-Meisterschaft nie zu den besten Zwei gehörten. Die Turbinen aus Potsdam wurden nur dritte und somit blieb ihnen der Zutritt verwehrt. Shary und Franzi haben in dieser Folge Doreen Meier und Bernd Schröder zu Gast. Doreen Meier ist ehemalige Spielerin von Jena und Bernd Schröder langjähriger Trainer von Potsdam. Beide waren in der einzigen Saison der „dritten Bundesliga“ aktiv.

Die beiden vereint nicht nur die gemeinsame Zeit im Ligafußball – Schröder war auch Meiers Trainer in der DDR-Nationalmannschaft, die nur ein einziges Spiel absolvierte. Und so gibt es einen spannenden Einblick in Fußball der DDR, die Begebenheiten rund um das erste und einzige Spiel des Fußballnationalteams und den Vereinsfußball.

Viel Spaß beim Hören!



Die Aufgelösten

Viele der Vereine, die Teil der ersten Saison waren, heißen mittlerweile anders, haben Nachfolgevereine oder existieren nicht mehr. Woran liegt das?

Wir haben mit Anja Schareina von TSV Fortuna Sachsenroß und Sandra Hofmann von VfL Ulm/Neu-Ulm darüber geredet. Beide Vereine bzw. deren Frauenfußballabteilungen haben sich aufgelöst. Bei Ulm war es schon 1992 und bei Hannover 1997. Die beiden erzählen von der Situation in den Vereinen, ihren Wegen nach der Bundesliga, und wir wären nicht wir, wenn wir nicht auch etwas über die Gesamtsituation diskutieren würden.

Nach dem Gespräch mit Anja und Sandra kommt noch ein kurzes Interview mit Alexander Wachsmann. Er ist Abteilungsleiter der ehemaligen SSV Ulm Frauen und der jetzigen VfL Frauenfußballerinnen. Und so findet die Geschichte des VfL grade einen neuen Anfang.



Fußball und Freundschaft – SV Wilhelmshaven

Als großer Außenseiter startete der SV Wilhelmshaven in die erste Bundesligasaison 1990/1991 – am Ende fehlte ein Punkt zum Klassenerhalt. Auch wenn der Verein so eine Randnotiz im deutschen Fußball bleibt, verbindet diese Saison die Spielerinnen des Clubs bis heute. Sie treffen sich bis heute mehrmals im Jahr und sind auch ohne Einsatz auf dem Rasen weiterhin ein Team.



Vom Dorfplatz in die Champions League

Spätestens als der VFL Wolfsburg 2013 das Triple geholt hat, ist der Verein nicht mehr aus der Tabellenspitze wegzudenken. Aber wie kam es dazu und was waren die Anfänge beim VfR Eintracht Wolfsburg und dem Wendschotter SV? Natascha Wiggers und Britta Carlson erzählen von den Spielbedingungen und der Situation im Fußball – damals und heute.



Pionierinnen

Es gibt Menschen, die haben in ihrem Leben so viel auf die Beine gestellt, dass es bei jedem anderen für 10 reichen würden. Margret Kratz (1990 VfR Saarbrücken) und Monika Staab (1990 SG Praunheim) sind solche. Von den Anfängen der Bundesliga in Deutschland, über die Tätigkeit als Trainerinnen und Entwicklungshelferinnen bis hin zu Technical Observer bei der Fifa war es bei beiden ein spannender Weg.



Das erste Tor

Als Ausblick auf die kommende Saison veröffentlichte der DFB zur zehnten Bundesligasaison das „Frauenfußball-Bundesliga Magazin 2000/01“. Dort heißt es in einer historischen Randnotiz wörtlich: „Das erste Bundesligator: Das schoss Iris Taaken vom SV Wilhelmshaven in der Saison 1990/91.“ Seitdem hält sich dieser vermeintliche historische Fakt und wird immer wieder vom DFB bemüht (z. B. auf der Website des DFB oder im Elfen-Magazin). Er fand Eingang in die Wikipedia, in Ronny Galczynskis großartigem „Frauenfußball von A–Z“ und führte zu zahlreichen Interviews mit Iris Taaken über ihr historisches Tor, etwa in der Nordwest-Zeitung, der Ostfriesenzeitung und dem Elfen-Magazin. Iris Taaken traf nach knapp einer Minute in ihrem ersten Bundesligaspiel, welches um 14 Uhr angepfiffen wurde. Es gibt jedoch einen Haken: Drei Spiele der Bundesliga Süd fanden bereits um 11 Uhr statt. Insgesamt sieben Torschützinnen schossen also neun Tore, bevor das Spiel des SV Wilhelmshaven überhaupt angepfiffen wurde.

Tatsächlich schoss das erste Tor Katja Bornschein beim Spiel ihres FSV Frankfurt gegen die TuS Binzen. Sie traf im selben Spiel zwei weitere Male und schoss somit auch den ersten Hattrick der Bundesliga. Auf Seiten der TuS Binzen war es Freddy, die zwischen den Pfosten stand und somit ebenfalls Teil dieser vergessenen Geschichte ist. Wir haben beide eingeladen, um über ihre Geschichte vor, während und nach dem 02.09.1990 zu sprechen. Erinnern sie sich an das erste Tor? Wussten sie, dass sie Geschichte geschrieben haben? Und was macht es mit einem, wenn man 20 Jahre lang aus den Geschichtsbüchern verschwindet?